Effizienzsteigerung im Serverraum

12.11.2015 13:15  Von:: Miriam Laves

Effizienzsteigerung im Serverraum

Der Energiebedarf in Rechenzentren ist hoch. Neben der Verfügbarkeit und Sicherheit zählt demnach die Energieeffizienz zu den entscheidenden Kostenfaktoren bei der Planung und Gestaltung eines Rechenzentrums.

Der Energiebedarf teilt sich wie folgt auf:

·         50 % IT-Server,

·         35 % Kühlung,

·         12 % Stromverteilung, sowie

·         3 % Beleuchtung.

Neben dem großen Bereich der effizienten Kühlung, wirken sich auch eine intelligente Steuerung / Überwachung und die Wahl des richtigen Standortes / Architektur auf die Gesamtbetriebskosten aus.

1.Effizientes Kühlkonzept

Ein optimales Klimatisierungskonzept durch Temperatur- und Luftvolumen-management steigert die Effizienz im hohen Maße  und trägt zur Senkung der Energiekosten im Serverraum bei.

Ursachen wie Überhitzung, Ausfallzeiten, verringerte Lebensdauer der Komponenten und Erhöhung der Arbeitszeiten und -kosten lassen sich oft auf eine falsche Kabelführung zurückführen. Eine sachgerechte Installation der Kabel und Verbindungen lässt die Luft frei zirkulieren, erhöht die Übersicht, bietet Zugentlastung und macht das Wechseln von Komponenten einfacher.

 

Es ist sinnvoll Schränke sowohl mit wärmeintensiven Servern auch als mit passiven Komponenten zu bestücken. Nur durch eine Verteilung der Wärme können Hitzepunkte in Serverräumen vermieden und dadurch das Kühlsystem nicht überbeansprucht werden, was die Steigerung des Energieverbrauchs verhindert.

Eine weitere Gefahrenquelle für Serverschränke ist der Staub. Dieser kann durch Ablagerungen nicht nur die Zugangswege der Luft und die Lüfter verstopfen, sondern führt im schlimmsten Falle zur Überhitzung und Ausfall ganzer Komponenten. Die Serverschränke sollten im besten Falle an den Türen abgedichtet sein, um den Staub erst gar nicht eindringen zu lassen. Auch sollte der Serverraum regelmäßig gereinigt werden.

2.Intelligente Steuerung / Überwachung

Durch eine intelligente Steuerung der Geräte, die nur im Betrieb Abwärme erzeugen, lassen sich die Kosten senken, indem sich inaktive Geräte automatisch abschalten.

Viele Unternehmen benötigen keinen Dauerbetrieb aller Geräte. Hier kommen sog. Power Distribution Units (PDU) zum Einsatz. Diese können einzelne Maschinen, zu selbst gewählten Zeiten, herunterfahren. Weiter bieten sie eine komplette Programmierbarkeit über jede einzelne Steckdose.

Die PDUs sind für die einfache und vollständige Kontrolle via Software im System integriert und optimieren die Energieverwaltung so maßgeblich, dass ihre  Anschaffung  sich schnell rentiert.

Ein betriebssicheres Rechenzentrum sollte über ein Data Center Infrastructure Management System (DCIM) verfügen. Hiermit lässt sich ohne Probleme die gesamte Infrastruktur vom Server, über die Klimatisierung, Stromversorgung, Verkabelung, Brandsicherung bis zum Schutz gegen Fremdzugriff, überwachen und analysieren. Zur Optimierung einzelner Vorgänge ist es nötig zu wissen welche Ressource wann und wo verbraucht wird.

3. Standort / Architektur

Auch die Wahl des richtigen Standortes kann die Effizienz erhöhen. Hier sind unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen wie die klimatischen Gegebenheiten, die Art der Infrastruktur, sowie die Energiekosten und Erreichbarkeit am Standort.

 

Bei der Planung und Gestaltung eines effizienten Serverraums sollte immer die Größe des Betriebes und eine sichere Zukunftsplanung beachtet werden. Ein kleines Unternehmen benötigt in der Regel keinen überdimensionierten Serverraum mit etlichen Serverschränken. Zudem ist die Wahl der richtigen Schränke und Komponenten entscheidend. Wird der Energiebedarf bei der Ausstattung eines Rechenzentrums adäquat berücksichtigt, kann sich eine höhere Investition in eine energieeffizientere Kühlung schon nach kurzer Zeit rentieren.


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